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gen, die durch die Blindheit entstehen, sollen mit Hilfe des Landesblindengeldes ausgeglichen werden. Voraussetzung ist: 〉〉 die Feststellung des Merkzeichens „BL“ vom Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie Auf Antrag erhalten Personen das Merkzeichen BL, wenn deren Sehschärfe auf dem besseren Auge nicht mehr als 1/50 der Norm beträgt. Ebenfalls als blind gelten Personen, wenn eine nicht nur vorübergehende Störung des Sehvermögens von einem solchen Schweregrad vorliegt, dass die daraus entstehende Sehschärfe 1/50 der Norm entspricht. 〉〉 der gewöhnliche Aufenthalt im Land Niedersachsen (oder: Aufenthalt in einer stationären Einrichtung innerhalb der Bundesrepublik, wenn vor Aufnahme der Wohnort im Land Niedersachsen gelegen hat) Seit dem 01.04.2015 beträgt das Landesblindengeld: 〉〉 bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres 320 E mtl. 〉〉 nach Vollendung des 25. Lebensjahres 300 E mtl. 〉〉 bei Aufenthalt in stationären Einrichtungen 100 E mtl. Leistungen nach anderen Rechtsvorschriften werden auf das Blindengeld angerechnet. Bei häuslicher Pflege erfolgt eine Anrechnung wie folgt: 〉〉 in Fällen der Pflegestufe I bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres mit 130 E und nach Vollendung des 25. Lebensjahres mit 135 E sowie 〉〉 in Fällen der Pflegestufe II oder III bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres mit 170 E und nach der Vollendung des 25. Lebensjahres mit 165 E. Blindenhilfe Auf Antrag können blinde Menschen vom Sozialamt eine einkommens- und vermögensabhängige Blindenhilfe erhalten, die die durch die Blindheit bedingten Mehraufwendungen ausgleichen soll. Die Blindenhilfe unterscheidet sich vom Landesblindengeld in zwei Punkten: 1. Die Blindenhilfe ist einkommens- und vermögensabhängig. 2. Die Blindenhilfe ist, wenn andere Leistungen nicht darauf anzurechnen sind, höher als das Landesblindengeld. Sie beträgt maximal 653,94 E monatlich (Stand 01.07.2015). Die Vermögensfreigrenze liegt bei 2.600 E. Der zusätzliche Betrag für Ehe- und Lebenspartner beträgt 614 E und für unterhaltsberechtigte Personen jeweils 256 E. Bei der Berechnung wird das Gesamtvermögen aller in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen berücksichtigt. Zum anrechenbaren Vermögen im Sinne der Sozialhilfe zählen insbesondere alle Guthaben und Geldmittel z. B. auf Girokonten, Sparbüchern, Festgelder, Sparverträge, Bausparguthaben, sonstige Sparanlagen, Rückkaufswerte von Lebensversicherungen usw. Informationen hierüber erhalten Sie beim: Landkreis Harburg Schloßplatz 6, 21423 Winsen Tel. 04171 693-601 Vergünstigungen für Schwerbehinderte Das Schwerbehindertengesetz und eine Reihe anderer gesetzlicher Bestimmungen räumen den Schwerbehinderten eine Vielzahl unterschiedlicher Vergünstigungen ein. Hierzu zählen die unentgeltliche bzw. verbilligte Beförderung im Personennahverkehr, steuerrechtliche Vergünstigungen, ein höheres Wohngeld und vieles mehr. Schwerbehinderten wird auf Antrag von der zuständigen Außenstelle des Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie (ehemaliges Versorgungsamt) ein Ausweis über die Art und den Grad der Behinderung ausgestellt, wenn der festgestellte Grad mindestens 50% beträgt. Finanzielle Unterstützung 5 35


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