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Zuständig für Sozialhilfe- und Grundsicherungsleistungen ist der Landkreis Harburg Abteilung Soziale Leistungen Schloßplatz 6, 21423 Winsen Tel. 04171 693-0 Anträge für Sozialhilfeleistungen können Sie direkt von der Abteilung Soziale Leistungen des Landkreises Harburg oder in Ihrer Gemeindeverwaltung erhalten. In der Regel sind Ihnen die Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung auch bei der Antragstellung behilflich. Aber auch die Abteilung Soziale Leistungen des Landkreises Harburg bietet Ihnen Hilfe beim Ausfüllen und Beratung an. Folgende Leistungen können in Betracht kommen: Hilfe zum Lebensunterhalt: Die Hilfe zum Lebensunterhalt umfasst alle notwendigen Aufwendungen, die nicht durch das eigene Einkommen gedeckt werden können. Zu diesen Aufwendungen gehören Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Körperpflege, Hausrat und sonstige Bedürfnisse des täglichen Lebens, wie zum Beispiel Zeitungen, Bücher oder ähnliches. Die Höhe der Hilfe richtet sich im Wesentlichen nach gesetzlich festgelegten Regelbeträgen. Hinzu kommen gegebenenfalls Mehrbedarfszuschläge wie zum Beispiel für kostenintensive besondere Ernährung. Lebt der Antragsteller mit einem Ehegatten oder einem Partner in eheähnlicher Gemeinschaft zusammen, so wird auch dessen Einkommen und Vermögen berücksichtigt. Die Miete wird zusätzlich zu den Regelbeträgen und Mehrbedarfszuschlägen gezahlt, soweit sie der Höhe nach angemessen ist. Mit den pauschalen Regelbeträgen müssen alle Bedarfe gedeckt werden, auch solche, die nicht ständig, sondern nur sporadisch anfallen. Für größere Ausgaben muss daher etwas angespart werden. Zusätzliche einmalige Leistungen können nur für folgende Bedarfe gewährt werden: 〉〉 Für die erstmalige Ausstattung mit Möbeln und Hausrat (das gilt auch für die erstmalige Ausstattung eines Säuglings inklusive Schwangerschaft und Geburt) 〉〉 Für die erstmalige Ausstattung mit Kleidung (zum Beispiel nach Brandschaden oder nach schneller und erheblicher Zu- oder Abnahme) 〉〉 Für die Anschaffung, Miete und Reparatur von therapeutischen Geräten oder Ausrüstungen und für die Anschaffung und Reparatur von orthopädischen Schuhen Außerdem können Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und bestimmte Vorsorgeaufwendungen berücksichtigt werden. Wird Hilfe zum Lebensunterhalt gezahlt und hat der Antragsteller gleichzeitig Unterhaltsansprüche gegen einen Angehörigen, kann der Sozialhilfeträger diese Ansprüche selbst gegen den Angehörigen geltend machen. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung: Die Grundsicherungsleistungen entsprechen im Wesentlichen denen der Hilfe zum Lebensunterhalt. Antragsberechtigt sind Personen, die das Renteneintrittsalter erreicht haben, oder Volljährige, die dauerhaft und vollständig erwerbsgemindert sind. Ebenso wie die Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten Grundsicherung nur Personen, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen sicherstellen können. Anders als bei der Hilfe zum Lebensunterhalt kann der Träger der Grundsicherungsleistungen nicht auf Unterhaltsansprüche gegen Angehörige zugreifen. Allerdings besteht ein Anspruch auf Grundsicherungsleistungen dann nicht, wenn ein Kind des Antragstellers oder die Eltern eines Antragstellers (gemeinsam) ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 100.000 E jährlich haben. Auch besteht kein Anspruch auf Grundsicherungsleistungen, wenn der Antragsteller seine Bedürftigkeit in den letzten 10 Jahren vor Antragstellung selbst herbeigeführt hat. Das kann zum Beispiel sein, wenn Haus- und Grundbesitz übertragen oder Vermögen verschenkt wurde. Finanzielle Unterstützung 5 31


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